Zion National Park

Der heutige Tag wird ein Wandertag. Wir stärken uns mit einem Frühstück nebenan bei Wildcat Willies, dann packen wir unsere Rucksäcke und fahren mit dem Shuttlebus in den Park.

Unsere erste Wanderung soll der Emerald Pools Trail werden. Genauer gesagt gibt es davon drei: den Lower, den Middle und den Upper Emerald Pool Trail. Der mittlere ist geschlossen. Nimmt man den Upper, geht man sowieso erst den Lower, also machen wir genau das. Es ist relativ voll, was daran liegt, dass es Sonntag ist und dass dieser Wanderweg sehr beliebt, weil recht einfach ist. Aber das stört uns nicht. Wir erreichen schnell den Lower Emerald Pool und genießen die Erfrischung von oben: Jetzt im Frühjahr kommt noch relativ viel Wasser vom Felsen heruntergelaufen, und auf dem Wanderweg kriegt man davon einiges ab. Wir machen hier eine kleine Pause und nehmen dann den Aufstieg zum Upper Emerald Pool in Angriff. Hier kommt ein gutes Stück gänzlich ohne Schatten, das mir, völlig aus dem Training, etwas zusetzt. Der Pool selbst ist ganz anders als der untere und leuchtend grün, was den Pools schließlich den Namen gab. Schwimmen oder waten darf man hier übrigens nicht, verständlicherweise. Denn dann wären die Pools bald sicher nur noch Drecklöcher.

Wir gehen den Trail wieder zurück, gönnen uns an der Zion Lodge ein Eis und fahren mit dem Shuttle zum Weeping Rock, um den dortigen Trail zu laufen. Der ist zwar steil, aber so kurz, dass wir schon nach zehn Minuten am Ziel sind. Dieser Trail ist wirklich nur ein Quickie für zwischendurch.

Wir fahren mit dem Shuttle zum Temple of Sinawava, denn wir wollen unbedingt ein wenig im Virgin River laufen, dafür haben wir schließlich jetzt Wasserschuhe. Der Riverside Walk ist wieder sehr gut besucht; am Ende geht es dann aber nur für die weiter, die sich in den Fluss trauen. Hier liegen teilweise sehr große, glitschige Steine, und das Wasser ist eiskalt. Man kommt nur langsam voran. Da wir die Fotoausrüstung und die Kamera dabei haben, traue ich mich nicht sehr weit. Zu groß ist mir das Risiko, dass ich ausrutsche und unsere Technik ertränke. Also behalte ich beide Rucksäcke bei mir, setze mich in den Schatten und lasse Uwe ohne mich weitergehen.

Abends kehren wir wieder bei Wildcat Willies ein und bestellen eine Pizza. Die Cola wird hier in Einmachgläsern serviert.