Valley of Fire und Lake Mead

Unser zweiter Tag in den USA beginnt wie erwartet früh. Wir sind schon vor Sonnenaufgang wach und gehen nach nebenan zu "Ellis Island", um zu frühstücken. Uwe bestellt sich ein "Hungry Man Breakfast", ich den "Special Deal", den es nur bis 6 Uhr früh gibt. Unsere erste Konfrontation mit amerikanischem Frühstück. So viel Fett am frühen Morgen ist gewöhnungsbedürftig, heute aber erst einmal lecker. Nur mit "biscuits and gravy", einer Art Brötchen mit heller Sauce, können wir uns beide nicht anfreunden.

Wir eiern ein wenig durch Las Vegas, bis wir einen Walmart gefunden haben. Ich hatte schon zu Hause eine Einkaufsliste vorbereitet, daher geht unser Einkauf relativ zügig, wobei wir uns aber Zeit nehmen, um die riesigen Dosen und Saftpackungen zu bestaunen. Auf unsere Nachfrage zu "sun umbrellas" führt man uns zu Regenschirmen. Wir klären das Missverständnis - aber Sonnenschirme hat dieser Walmart nicht. Seltsam. Wenn es die hier nicht gibt, wo denn dann? Wir erstehen eine großartige Coleman-Kühlbox, die uns den ganzen Urlaub hindurch mit eiskalten Getränken versorgen wird. Perfekt investierte 20 Dollar!

Wir fahren über die Interstate 15 zum Valley of Fire. Als wir die Interstate verlassen, bekommen wir den ersten Vorgeschmack auf die Einsamkeit außerhalb der Interstate: Weit und breit niemand sonst. Wir fahren beinahe eine kleine Klapperschlange über den Haufen, halten an und filmen sie natürlich und machen ein paar Fotos.

Im Valley of Fire ist es knalleheiß, daran müssen wir uns erst noch gewöhnen. Letztlich machen wir hier weniger als ursprünglich geplant, weil uns die Hitze so lähmt. Und weil wir das Pech haben, dass die Straße neu geteert wird und wir große Teile des Parks nur im Schlepptau eines Leitfahrzeugs befahren können.

Wir bleiben nicht lange und fahren am Lake Mead entlang zurück Richtung Las Vegas. Wir legen einen ungeplanten Zwischenstopp am wunderschönen Echo Bay ein und halten unsere Füße ins Wasser. Wegen der pieksigen Steine fügen wir Wasserschuhe zu unserer Einkaufsliste hinzu.

In vielleicht 70 Metern Entfernung fotografiert jemand mit einem großen Objektiv ein Tier. Wir fahren langsam näher heran und trauen unseren Augen nicht: Es ist ein Kojote! Der andere Fotograf fährt bald weg, so dass wir mit der hübschen Kojotin allein sind. Als wir vorsichtig aussteigen, entfernt sie sich. Wir steigen wieder ins Auto, und sie kommt zurück. Sie nähert sich dem Auto bis auf drei Meter und lässt sich aus allen Perspektiven fotografieren. Es ist ein wunderschönes Erlebnis!

Am späten Nachmittag sind wir wieder in Las Vegas und machen einen kurzen Abstecher zum berühtem Schild, um uns dort gegen einen kleinen Tip ablichten zu lassen. Abends bummeln wir ein wenig auf dem Las Vegas Boulevard herum und schauen uns natürlich auch die Wassershow des Bellagio an.