Von Overton nach Springdale: Zion National Park

Mit ein klein wenig Wehmut verlassen wir das North Shore Inn, das uns so gut gefallen hat. Das vorfreudige Kribbeln im Bauch überwiegt aber natürlich: Was erwartet uns nun als nächstes?

Utah, der dritte von vier Bundesstaaten auf unserer Reise! Auf dem Weg nach Springdale kommen wir an einem total urigen Trading Post ("Handelsposten" - nichts anderes als ein Andenkenladen) vorbei und können nicht anders als anhalten und gucken. Wir machen Fotos und erstehen einen Hut und ein paar Souvenirs. Draußen setzt sich gerade eine ganze Kolonne Harley Davidsons in Marsch, was wir uns auch nicht entgehen lassen.

Obwohl wir lange vor der Check-in-Zeit in Springdale ankommen, bekommen wir schon unser Zimmer im Zion Park Motel. Nachdem wir unsere Sachen aus dem Auto geholt und uns häuslich eingerichtet haben - immerhin bleiben wir hier zwei Nächte -, machen wir uns auf den Weg zur Shuttle-Bus-Station und starten eine erste Orientierungs- und Erkundungsfahrt durch den Zion, um für den nächsten Tag konkretere Pläne zu schmieden. Außerdem kaufen wir den National Park-Jahrespass für 80 Dollar. Dabei fällt uns auf, dass wir im Death Valley gar nichts bezahlt haben. Wir haben da doch wohl nichts übersehen?

Der Zion NP ist toll: Hohe, steile Felswände, viel Grün und mittendrin der Virgin River. Fotos machen wir allerdings erst morgen.

Wir gehen gegenüber in die Pizzeria. Bei den Getränken ist hier, wie so oft üblich, Selbstbedienung. Ich hole mir eine Diet Coke und stelle fest, dass sie irgendwie seltsam schmeckt. Ich gehe daraufhin zum Kellner und sage ihm das. "Ein wenig wie Zahncreme", beschreibe ich und ernte nur einen Blick, der besagt, dass ich wohl nicht mehr alle Tassen im Schrank habe. Ich gebe zu, dass es daran liegen mag, dass unsere Cola light in Deutschland anders schmeckt. Ich darf mir trotzdem ein anderes Getränk holen. Zehn Minuten später kommt der Kellner zerknirscht an unseren Tisch, er habe den Fehler gefunden. Die Anschlüsse seien vertauscht woren, statt Diet Coke habe ich Root Beer bekommen. Dem sagt man übrigens nach, dass es fast jeder Europäer widerlich findet (und dass es irgendwie nach Zahnputzwasser schmeckt!).