Monument Valley

Heute geht's ins Monument Valley! Wir sind schon sehr aufgeregt und gespannt, eine der berühmtesten Filmkulissen mit eigenen Augen zu sehen.

Aber vorher stehen noch zwei Abstecher auf dem Hinweg auf dem Programm: Bei Bluff halten wir beim "Sand Island". Hier finden sich eingeritzte Felsmalereien, die zwischen 800 und 2500 Jahre alt sein sollen.

Der nächste Halt ist der Goosenecks State Park, der allerdings einen etwas längeren Abzweig erfordert. Bezahlen muss man hier nichts, es ist im Grunde auch "nur" ein Aussichtspunkt. Die Goosenecks, auch hier sind wir uns wieder einmal einig, sind eher bizarr als schön. Wir gucken ein bisschen und fahren den Weg wieder zurück, und nun geht es aber wirklich zum Monument Valley. Auf den "Mexican Hat" werfen wir nur von der Straße aus einen Blick.

Je näher wir dem Monument Valley kommen, desto größer wird der Trubel. Wir haben ein Zimmer im "The View Hotel" gebucht; es ist mit Abstand die teuerste Unterkunft der ganzen Reise. Aber das wollten wir uns eben gönnen, zumal ich die drei berühmten Buttes gern ausgiebig fotografieren möchte.

Bei unserer Ankunft ist das Zimmer noch nicht fertig, also fahren wir zuerst die Runde durchs Valley, den etwa 17 Meilen langen Scenic Drive, der uns furchtbar durchschüttelt. Wir legen einen Stopp bei den Pferden ein. Hier kann man ausreiten (zu gefährlich für mich) oder sich auf dem Pferderücken fotografieren lassen (eigentlich auch zu gefährlich für mich), und das für schlappe fünf Dollar. Die beiden Navajo-Frauen sind sehr nett zu uns, und für mich wird ein besonders wilder Hengst gesattelt. Nein Quatsch, ich bitte um das netteste Pferd, das sie haben, und sie wählen eins aus, das sie als "kid horse" bezeichnen. Das Foto wird dennoch eindrucksvoll - was aber sicher nicht an mir liegt, sondern an meinem freundlichen Schecken und der sagenhaften Kulisse. Übrigens wird das Hotti nach dem Foto sofort wieder abgesattelt und darf zurück zu den Kollegen, das finde ich prima!

Unser Zimmer, übrigens ein Star View Zimmer im obersten Stock, lässt wirklich keine Wünsche offen - ob der Preis aber nun angemessen ist? Nun ja, ein Mal im Leben kann man sich das ja gönnen. Wir sitzen abends auf dem Balkon, ich knüpfe derweil tiefere Bande mit meiner Kamera, da mich das immer schwächer werdende Licht vor einige Herausforderungen stellt. Immerhin bin ich nur Hobbyfotografin und über den Automatikmodus hinaus nur begrenzt bewandert.

Bei völliger Dunkelheit gelingt es mir nach etwa 50 Fehlversuchen tatsächlich, Sterne zu fotografieren. Trotzdem, den Sternenhimmel genießen wir dann doch lieber mit Blick nach oben als aufs Display. Jetzt ärgere ich mich, dass ich meine Brille nicht mitgenommen habe. Meine Eitelkeit macht mir die Nacht über dem Monument Valley etwas unscharf. Wir schlafen mit Blick auf die Buttes ein.

Ich wache früh wieder auf, wickle mich in meine Decke und setze mich wieder auf den Balkon, um diesmal bei Sonnenaufgang zu fotografieren. (Diese Fotos gehören zwar eigentlich zu Tag 15, aber ich stelle sie ausnahmsweise hier mit ein.)