Von Death Valley nach Overton

Wie gewohnt früh brechen wir auf. Wir wollen erst in Beatty frühstücken, weil es im Death Valley halt sehr teuer ist.

Am Straßenrand auf einem Schild sehen wir plötzlich im Vorbeifahren einen großen Greifvogel, den wir für einen Steinadler halten (Verbesserung willkommen!). Wir setzen langsam zurück, da weit und breit kein anderes Auto zu sehen ist, und ich kann noch schnell das Objektiv wechseln und zwei Fotos machen, ehe der Adler davonfliegt.

Kurz vor Beatty machen wir einen Abstecher zur Geisterstadt Rhyolite, die für unseren Geschmack aber nicht interessant ist. Deswegen gibt es davon noch nicht mal ein Foto, sorry.

In Beatty probieren wir zum ersten Mal "Denny's" aus und sind ganz angetan. Bei Denny's werden wir im Laufe des Urlaubs noch öfter essen.

Von dort aus geht es weiter nach Las Vegas, wo wir "eben schnell" noch einen Sonnenschirm und Wasserschuhe kaufen möchten. Die Wasserschuhe bekommen wir sofort, für den beach umbrella rennen wir durch zig Geschäfte und ernten nur ratlose Blicke. Eine Verkäuferin sagt zu uns: "Ja, aber wir haben hier doch gar keinen Strand." Schon klar - in einer Stadt wie Las Vegas, wo jedes Hotel einen Pool hat, in einem Wüstenstaat, da braucht man doch keine Sonnenschirme! Und der Lake Mead ist ja auch ganz furchtbar weit weg! Irgendwann werden wir in einem Mini-Gartencenter dann doch noch fündig und erstehen für 20 Dollar einen schönen bunten Sonnenschirm, der seinen Platz auf New Jerseys Rückbank findet.

Die Strecke nach Overton ist nicht so schön, da es über die Interstate geht. Overton selbst ist jedoch ein ganz bezauberndes Kleinstadt-Idyll mit Ranch-Touch. Hier gibt es Pferde und Kühe an jeder Ecke. Unser Hotel, das North Shore Inn, ist einfach toll und eine Empfehlung wert. Am späten Nachmittag relaxen wir wieder ein wenig am Pool, der diesmal auch ein kleines Spa-Becken hat, bevor es morgen zum Zion National Park geht und damit unser eigentlicher "Grand Circle" beginnt.